Esbate

Esbate

Im Hexentum wird dem Mond eine große Bedeutung zugesprochen.

So werden zu jedem Voll-, Neu- oder Schwarzmond Mondfeste begangen, die so genannten Esbate, die im Gegensatz zu den Sabbats eher als Arbeitstage gelten und somit zumeist die magische Arbeit im Vordergrund steht. Jeder Mond bzw Monat trägt einen (teilweise zu früheren Zeiten) charakteristischen Namen, deren Bezeichnungen (daher auch) kulturell variieren können.


  • Januar: Wolfsmond
  • Februar: Sturmmond
  • März: Mond der Reinheit, der Saat
  • April: Hasenmond
  • Mai: Mond der Zweieinigkeit, der Liebe
  • Juni: Mond des Honigweins
  • Juli: Mond der Kräuter, Pflanzen
  • August: Schicksalsmond, Mond des Korns
  • September: Mond der Ernte
  • Oktober: Blutmond
  • November: Schnee/Nebelmond
  • Dezember: Eichenmond
  • der 13. Mond, der Blaue Mond


In manchen Jahren tritt der 13. Mond, der sogenannte Blaue Mond in Erscheinung, ihm werden besonders starke magische Kräfte zugesprochen. Dieser Mond ist nicht fest in den Ablauf eingeordnet, sondern wird in jenem Monat gefeiert, in dem zwei Vollmondnächte vorkommen.



Wolfsmond
Januar

Der Name stammt aus der Zeit, als Wölfe noch vermehrt in unseren Wälder lebten und
in dieser bitterkalten und kargen Zeit vor Hunger getrieben nah an die Menschensiedlungen herankamen.
Es ist die Zeit der Ruhe und Stille, doch nun hat auch das neue Jahr begonnen und
es können erste Vorbereitungen für dieses in Angriff genommen werden.


Sturmmond
Februar

Noch immer ziehen dicke Wolken über das Land und
bedecken dieses mit einem Mantel aus Kälte und Schnee.
Unter dem Zeichen des Eismondes ruht die Erde noch und bereitet sich langsam auf ein neues Erwachen vor,
die ersten Zeichen sind schon vernehmbar.
Und auch wir nutzen die reinigenden Stürme des Wandels.


Mond der Reinheit, der Saat
März

Diese Bezeichnung steht für den Brauch das neue Jahr mit einer reinen Seele,
einem reinen Gewissen zu beginnen.
Es ist die Zeit in der man die ersten Samen setzt, in der realen wie der geistigen Welt,
welche Ziele man sich setzt und erreichen will.


Hasenmond
April

Wenn der Mond im April zunimmt kann man die Hasen auf dem Feld hüpfen und spielen sehen,
die Bäume und Pflanzen beginnen zu blühen und die Bienen und Schmetterlinge fangen an zu fliegen.
Die Natur sprießt nun aus voller Kraft und die Paarungszeit beginnt.


Mond der Zweieinigkeit, der Liebe
Mai

Wie der Monat Mai, so ist auch der Mond dieses Monats, im Zeichen der Liebe.
Es ist die Zeit in der aus Zwei Eines wird, wenn alle Wesen ihr entsprechendes Gegenüber finden.
Es ist kurz nach Beltane, Gott und Göttin sind eins geworden und haben neues Leben gezeugt.
Die Welt ruht in sich, in Harmonie und leidenschaftlichem Glück.


Mond des Honigweins
Juni

Die Bienenstöcke sind mit dem Honig der Maiblüten gefüllt und die Heuernte beginnt.
Vielerorts wird aus dem Honig Met gemacht, der magische Kräfte und Inspiration schenken und
sogar lebenserneuernde Kräfte besitzen soll.


Mond der Kräuter, Pflanzen
Juli

Es beginnt die Zeit der Kräuterernte.
Wenn die Sonne im Zenit steht werden die Kräuter geschnitten und
gesammelt um dann getrocknet und gelagert zu werden.
Kräuter die zu Vollmond geerntet werden wird eine besondere Kraft nachgesagt.
Es ist an der Zeit den Pflanzen und Geistern mit Opfergaben zu danken.


Schicksalsmond, Mond des Korns
August

Das Getreide steht üppig auf den Feldern, die Bäume tragen süße schwere Früchte in Hülle und Fülle.
Dies ist die Zeit der Sättigung und des Überfluss, kurz bevor die Ernte beginnt.
Die Vorbereitungen zu Mabon können beginnen.


Mond der Ernte
September

Es ist Zeit der Ernte und die Früchte der langen Arbeit können genossen werden.
Jetzt werden auch die Weintrauben geerntet, warum dieser Monat auch Reb(-stock) Mond genannt wird.
Doch langsam prägt die Vergänglichkeit nun das Land.


Blutmond
Oktober

Der Name ist angelehnt an die Zeit, in der man nun begann sich für den Winter einzudecken,
Vorräte anzulegen und die Tiere zu schlachten, die man nicht über den Winter bringen konnte.
Es ist die Zeit aller Verstorbenen zu gedenken -
vor allem der Tiere,
deren Leben für unseres geopfert wird.


Schnee/Nebelmond
November

Es wird kälter und die Tage werden trist und grau, der erste Schnee fällt oder ist nicht mehr fern.
Man vergräbt sich in der warmen Wohnung, die Tiere gehen in den Winterschlaf über.
Eine Zeit der Ruhe und Entspannung beginnt, in der man gelassen zurückblicken und sich für kommende Aufgaben regenerieren kann.


Eichenmond
Dezember

Es sind die finstersten Tage des Jahres.
Doch wie die Eiche, der heilige Baum der Druiden, dem Winter trotzt,
so stehen wir klar und fest in unserem Leben und sind voller Vorfreude,
denn Yule und mit ihm die Geburt des (Sonnen-) Gottes sind nicht mehr weit.


Der Blaue Mond

In manchen Jahren tritt der 13. Mond, der sogenannte Blaue Mond in Erscheinung,
ihm werden besonders starke magische Kräfte zugesprochen.
Er symbolisiert die 2. Chance und unbegrenzte Möglichkeiten.