Geomantie – Das Wissen um die Kräfte der Erde

Geomantie – Das Wissen um die Kräfte der Erde


Die Geomantie ist eine alte Wissenschaft von den geheimen Energien und Kraftströmen der Erde.

Das geomantische Weltbild sieht die Erde als lebendiges Wesen mit einem feinen energetischen Netz, das die Erde teils sichtbar, teils unsichtbar umhüllt und durchzieht, die nicht sichtbaren sind aber dennoch messbar und meist unübersehbar in ihren Auswirkungen.
Diese Energieströme können den Menschen direkt oder indirekt beeinflussen, im positiv aufbauenden oder im negativ schwächenden Sinne.

Die Geomantie unterscheidet zwischen verschiedenen Zonen, Kreuzungen und Linien, die zumeist in Form von elektromagnetischen Wellen aus dem Erdreich oder dem Kosmos stammen.

Grade ältere bzw. vorchristliche Kulturen errichteten ihre Kultplätze und Anbetungsorte unter geomantischen Aspekten, man glaubte die geistige Entwicklung werde an solch Orten der Kraft beschleunigt und der Kontakt zu den Göttern erleichtert.

Auch die Christen entdeckten die besondere Kraft solcher Energien und errichteten an solchen Plätzen ihre Kirchen, meist stand der Altar an einer ganz besonderen Stelle. Teilweise wurden aber die bewusst gesetzten oder natürlichen geomantischen Strukturen durch spätere Umbauten oder archäologischen Grabungen in späteren Zeiten zerstört.

Das Wissen um solche Kräfte wurde aber nicht nur im religiösen Bereich angewendet, auch manch Herrscher wusste diese Energien zu nutzen, wie zB die chinesischen Kaiser, die somit zu spiritueller Stärke gelangten und über ihr Reich die so genannte Sonnenströmung verbreiteten.

Hitler missbrauchte das geomantische Wissen für seine machtpolitischen Zwecke, so benutzte er zB keltisch-germanische Kultplätze als Zentrum der SS oder errichtete nach geomantischen Gesetzmäßigkeiten einige Regierungssitze.


Orte der Kraft sind nicht dazu da, um nur etwas zu bekommen, aufzutanken oder Heilung zu erfahren. Orte der Kraft spenden Energie, man kann sie empfangen, aber nicht verlangen oder erwarten. Wichtig ist der Austausch und dazu gehören das Geben, das Einfühlen, das Hinhören, das Fragen und das Bitten. In diesem Prozess des Lauschens und der Hingabe entwickeln sich Eingebungen, kommen Ideen oder Gedankenblitze, erwacht die Intuition, strahlt das Herz, wächst die Seele und die Aura.

Um sich mit einem Ort zu verbinden, sind Meditationen und Visualisationen hilfreich. Man sollte aber nicht darüber enttäuscht sein, wenn man an einem Ort der Kraft nicht gleich was spürt oder kein besonderes Erlebnis hat, schließlich haben wir in den letzten Jahrhunderten unsere natürliche Sensibilität und Wahrnehmungsfähigkeit verloren oder unterdrückt. In etwa braucht man einige Monate um sich für diese besonderen Energien, die an einem Kraftort existieren, zu sensibilisieren und einige Tage, um diesen Ort zu erforschen und mindestens solange sollte man ihn auch auf sich wirken lassen und regelmäßig besuchen.

Der magische Ort hat eine eigene Sprache. Wenn man ihn spüren will, dann muss man schweigen können und die Sprache des Ortes lernen.

Am besten sucht man sich einen Ort der einen anzieht oder noch besser, man lässt sich zu diesen ‘führen’. Man sollte sich aber nie von einem Ort abhängig machen, denn letztendlich geht es darum, sich selbst als Ort der Kraft zu entdecken.

Natürliche Orte der Kraft sind Berge, Quellen, manche Höhlen, große Felsformationen und viele Bäume. Fallen mehrere Aspekte zusammen, zB eine auffallende Baumformation an einer Quelle in der Nähe eines markanten Felsens, so deutet dies auf besondere energetische Qualitäten. Solchen Orten werden immer Elementar- oder Naturgeister oder andere Wesenheiten zugeordnet.

Berge haben Yang-Qualität, also männlich und sind geeignet wenn man Klarheit und Überblick sucht. In vielen Kulturen galten Berge als Sitz der Götter.
Wasser in Form von Seen, Flüssen oder Quellen ist Yin, also weiblich und eignet sich gut um in Kontakt mit seinen Gefühlen und der Intuition zu kommen.

Einen Kraftplatz sollte man aber nicht als seelischen Schuttabladeplatz benutzen, wenn man emotionale Probleme hat, dann eignen sich Wälder besonders gut um dieses Problem auszugleichen. Denn Bäume spenden Trost und man kann sogar einen Dialog mit ihnen halten. Viele Bäume kann man als eigenständigen Ort der Kraft sehen oder weisen auf solchen hin.


Energien anhand von Bäumen und Pflanzen erkennen

- Energiespiralen lassen einen Baum verdreht wachsen
- ungünstige Kreuzungszonen und Strahlungsphänomene erzeugen Wucherungen
- Wachstumszonen bewirken starke Triebbildung im unteren Stammbereich
- Bäume deren Äste zusammenwachsen, deuten darauf hin das sich hier verschiedene Energien vereinigen
- Manche Bäume streben von schwierigen Energien weg oder wachsen zu nährenden oder kraftspendenden Energien hin
- Bäume die gespalten sind, weisen auf eine unterirdische Wasserader hin, Bäume die mehrfach gespalten sind, stehen meist auf einer Wasseraderkreuzung. Man kann anhand der Höhe der Spaltung in etwa die Tiefe der Wasserader erkennen

Unter den Pflanzen gibt es die so genannten Strahlensucher und –flüchter.

zB sind Holunder, Haselnuss und Brennessel Strahlungssucher und wo diese wachsen, herrschen ungünstige Strahlungen um etwa zu meditieren oder zu schlafen.

Tanne, Fichte, Apfel und Gemüse zB sind Strahlungsflüchter und sie wachsen nicht oder nur schlecht auf strahlenden Verwerfungen oder Wasseradern.
Vor allem Apfelbäume reagieren sehr sensibel und weichen deutlich mit Verdrehungen oder Verrenkungen aus. Wo das geschieht, handelt es sich um Orte, die man ebenfalls vermeiden sollte.

Und Misteln, Eiben, Wachholder oder auch Weißdorn weisen darauf hin, das dort wo sie wachsen ein Austausch mit der Erde möglich ist.

Energetisch markante Plätze, dort wo schwierige Energien herrschen, sollten nur kurzweilig zum Austausch mit der Erde aufgesucht werden, da der längere Austausch oder gar das Übernachten sich schädlich auswirken kann. Man sollte in jedem Fall auf die eigenen Körperreaktionen achten und auf die innere Stimme hören.

Anhand von topographischen Wanderkarten lassen sich auch besondere Kraftorte in der eigenen Umgebung finden. Dort sind alte Kultstätten, alte Kirchen, ungewöhnliche Bäume, Naturdenkmäler oder Ruinen eingetragen.

Weiterhin können Orte die mit Sagen und Legenden belegt sind, Hinweise auf besondere Erdenergien geben, jedoch sollte man auch die darin ausgesprochenen Warnungen beachten, da diese ja auf den Erfahrungen unserer Vorfahren beruhen. Ortsnamen können auf eine keltische, kultische oder vorchristliche Benutzung hinweisen. Viele Ortsnamen enthalten sogar einen direkten Hinweis, jedoch solche Orte, die von christlichen Missionaren ‘verteufelt’ wurden, verdienen in den seltensten Fällen ihre Namen.

(Quelle: David Luczyn, Magisch Reisen Deutschland)
http://www.stardust-archiv.de/Artikel/kraftorte.htm