Gottheiten

Gottheiten

In fast allen Religionen, sowie auch in der Hexenkultur, ist der Glaube an Gottheiten und deren einflussreiche Macht ein wichtiger Bestandteil des Glaubens. In der Hexenkultur sind dies besonders keltische und germanische Götter und Göttinnen, aber auch römische oder griechische, manchmal auch indische oder ägyptische Gottheiten, die alle unterschiedliche Wirkungsbereiche und Eigenschaften haben. Sie werden in Anrufungen um Schutz und Unterstützung gebeten und werden auf dem Altar durch Symbole oder Figuren, Bilder oder Kerzen dargestellt. Ihnen werden materielle Gaben dargebracht um sie gnädig zu stimmen oder um ihnen Dankbarkeit zu erweisen.


Göttin und Gott

Im Hexentum kommen Gottheiten eine besondere Bedeutung zu, allen voran ein Götterpaar das weitestgehend unter 'die große Göttin' und ihr Gefährte, 'der Gehörnte' bekannt sind. Eine Frau und ein Mann, die stellvertretend von jeglichen Gottheiten symbolisiert werden können. So kann es sein das die einen jene Göttin als große Göttin begreifen und die anderen jenen Gott als den Gott. Der Gehörnte trägt seine Bezeichnung wegen seiner Hörner, die eine Verbindung zu den Naturkräften darstellen, die im Hexentum verehrt werden. Und die große Göttin ist so groß, weil sie die große Schöpferin ist, der im Hexenglauben eine überragende Rolle zugesprochen wird.

Gottheiten ermöglichen uns einen Zugang zur Welt, wie es kaum etwas anderes kann. Sie lehren uns Menschen Menschlichkeit oder das genaue Gegenteil, sie sind uns übergeordnet und doch gleich. Sie sind uns die Nächsten und unsere Freunde. Wenn man will, aber auch unsere Feinde.

Dem Götterpaar kommt dabei eine besondere Verehrung bei, weil wir sie als Eltern begreifen, sie als Freunde sehen oder uns selbst in ihrer geschlechtlichen Rolle erkennen und uns mit ihnen identifizieren.

Das Götterpaar spiegelt sich in allem wieder, wo es das eine gibt, gibt es auch das andere. Im Tanz der Jahreszeiten wie im Lauf des Mondes. Davon erzählen viele Mythen und Legenden, wie sie sich durch alle Zeiten hindurch suchen, jagen und finden, zerstören und mit gegenseitiger Hilfe wiederauferstehen. Sie sind untrennbar und doch für sich.


Dämonen

Dämonen gelten im allgemeinen als Wesen der Hölle, die gefährlich sind und nur Böses bringen, sie haben verschiedene Wirkungsbereiche und werden als machtvolle Wesen verehrt und gefürchtet. Ursprünglich waren damit aber nur ermahnende Geister gemeint, die erschreckend waren. Im Laufe der Zeit wurden diese Wesen und Gottheiten dann immer mehr verteufelt, bis sie dann nur noch Unheilsbringer waren. Dabei haben viele der alten Wesen und Gottheiten neben ihrer dunklen Seite auch andere Aspekte oder sind gar neutral. Die meisten jedoch wurden und werden einfach -dämonisiert.

Engel

Engel gelten als Botschafter des himmlischen Lichts und verbinden die Menschen mit der göttlichen Quelle, sie bringen Heilung und Liebe, können aber auch bestrafen, sie beschützen bei großer Gefahr und stehen in schweren Stunden einem zur Seite. Sie werden auch um Fürsprache gebeten oder darum, Wünsche zu erfüllen. Die Engel werden in eine Hierarchie unterteilt, die die unterschiedlichsten Aufgaben und Talente besitzen, von Engeln mit götterähnlicher Macht bis hin zu den Engeln, die in direkter Verbindung mit dem einzelnen Menschen stehen. Engel werden durch Figuren oder Bilder, oftmals auf einen dafür hergerichteten Altar symbolisiert und angebetet.


Naturgeister

Als Naturgeister bezeichnet man z.B. Feen, Elfen, Trolle und Kobolde oder Nymphen und andere Naturgottheiten, aber auch die Seelen der Pflanzen, welche allesamt übersinnliche Wesen sind und die Natur intakt halten. Weil sie die Naturkräfte symbolisieren, kommt ihnen im Hexenglauben auch eine besondere Verehrung zuteil.


Otherkins

Als Otherkin werden Menschen bezeichnet, mit einer nicht menschlichen Seele, darunter werden beispielsweise inkarnierte Engel, Feen, Drachen oder Vampire verstanden. Otherkins haben aber dennoch einen menschlichen Teil in sich, physich handelt es sich auch um ganz normale Menschen.

Otherkins haben keine Wahl, sie können sich weder für, noch gegen ihr Anderssein entscheiden, auch nicht dafür oder dagegen, was sie sind, lediglich haben sie sich in der Annahme geirrt, welches Wesen sie sind. Nach dem 'Erwachen', die Zeit, in der sie sich bewusst darüber werden, das sie anders sind, folgt die Phase der Selbstfindung, sie müssen ersteinmal herausfinden, welches Wesen sie sind. Und das kann alles sein, selbst eine Gottheit.