Regeln und Gesetze

Regeln und Gesetze


Auch im Hexentum gibt es Gebote, Regeln und Gesetze, die wie in jedem anderen Glaubenssystem ihre Wichtigkeit und Bedeutung haben. Doch gibt es aufgrund der vielen Traditionen und Lehren einige und noch mehr von diesen Regeln und Gesetzen. Daher können sich grade auch die 13. Hexenregeln je nach Quelle unterscheiden und es wird letztendlich auch jedem selbst überlassen sein, was für einen persönlich überhaupt von Wert ist. Gebote anderer Kulturen und Religionen können einen dabei natürlich auch inspirieren, es seidenn man schließt sich einem Weg an, der feste Vorgaben hat. Ansonsten schafft man sich sein eigenes Regelwerk. 


Als die wohl am häufigsten genannte und oberste Hexenregel, gilt wohl folgende:

Tue, was du willst, aber schade niemandem!

Und findet ihren Ursprung aus dem Englischen in der berühmten und poetischen Wiccan Rede, 
von der es aber auch mehrere, leicht abweichende Versionen gibt.


Ebenso bekannt ist auch das Dreifach Gesetz:

Das Dreifach Gesetz halt immer in Ehren, 
was immer Du tust, 
wird dreifach zu Dir wieder kehren. 
Lern dies gut, dass Du gewinnst, 
so erntest Du, was Du verdienst. 


Und kann mitunter der goldenen Regel erklärt werden:

Was du nicht willst, dass man dir tu’, 
das füg’ auch keinem anderen zu.



Die 13 Hexenregeln

1. Tue was du willst, aber schade niemandem.

2. Sei immer ehrlich zu dir selbst und zu anderen.

3. Beherrsche die Regeln der Hexenkunst.

4. Lerne dein Leben lang, sei neugierig und offen für Neues.

5. Wende dein Wissen weise an.

6. Finde dein inneres Gleichgewicht, wahre es und lebe danach.

7. Unterschätze nie die Kraft des Wortes.

8. Lerne dich zu konzentrieren.

9. Lebe im Einklang mit der Natur.

10. Respektiere deine Umwelt.

11. Achte auf deine Gesundheit.

12. Meditiere.

13. Ehre die Kraft der Natur.



weitere Regeln:

1. Wahre das Geheimnis der Magie und prahle nicht damit.

2. Habe Achtung vor dir selbst und vor anderen.

3. Mache dich mit der Natur vertraut.

4. Respektiere und toleriere andere Glaubensrichtungen.

5. Behandle deinen Nächsten, wie du selbst von ihm behandelt werden möchtest.

6. Ehre die Kraft heiliger und magischer Symbole.

7. Lerne mit der Magie umzugehen.

8. Ehre und achte alle Tiere.

9. Enthalte dich krimineller Energien.

10. Wissen ist Macht und wer Macht besitzt, trägt eine hohe Verantwortung, der man gerecht werden muss. 
Lerne, mit dieser Verantwortung umzugehen.

11. Bleibe deinen eigenen Worten treu. 

12. Sei ehrfürchtig und weise, so wird die Magie dich auch nicht verlassen.



Die zehn Gebote der Indianer

1. Behandle die Erde und alles was auf ihr lebt mit Respekt!
(Schärfe Deinen Blick)

2. Bleibe stets in enger Verbindung mit dem Großen Geist!
(Höre auf Deine innere Stimme)

3. Zeige großen Respekt vor Deinen Nächsten!
(Bringe Dir selbst Respekt entgegen)

4. Arbeite gemeinsam zum Wohle der gesamten Menschheit!
(Hilf wo Deine Kräfte stark sind)

5. Hilf und sei gütig wo immer dies gebraucht wird!
(Lieber einmal zuviel helfen)

6. Tue das, von dem Du weißt, das es richtig ist!
(Denke nach bevor Du handelst)

7. Kümmere Dich darum, das Körper und Geist sich wohl fühlen!
(Wann hast Du das letzte Mal etwas für Körper und Geist getan?)

8. Verwende einen Teil Deiner Anstrengung für das höhere Gute!
(Höre auf Deine innere Stimme)

9. Sei ehrlich und wahrheitsliebend zu jeder Zeit
(Sei zu Dir selbst ehrlich)

10. Übernimm die volle Verantwortung für alle Deine Taten!
(Nicht immer sind nur die Anderen schuld)



Die Wiccan-Rede

Auf das Hexenrecht wirst du bauen in wahrhaftiger Liebe und echtem Vertrauen. 
Leb' und lass andere leben, sei mäßig beim Geben und mäßig beim Nehmen.
Zieh den Kreis dreimal aus und halte alles Böse raus.
Die Sprüche werden wirksam sein, wenn sie geschmiedet sind im Reim.
Die Augen sanft, die Berührung zart, zuhören vor reden sei deine Art.
Wächst der Mond, geh sonnenwendig, tanz und sing das Pentakel lebendig.
Doch heult der Wolf beim blauen Eisenkraut, dann geh der Sonne entgegen, denn der Mond wird abgebaut.
Wenn der Göttin Mond in neuem Stand, küss dann zweimal ihre Hand.
Acht den Vollmond, sei bereit, für Sehnsucht im Herzen ists die rechte Zeit.
Lässt der mächtige Nordwind sich spüren, dann streich die Segel und schließ alle Türen.
Der Wind aus Süden bringt Herzen zum glühen, auch du kannst mit ihm in Leben erblühen.
Neuigkeiten wird der Ostwind entschleiern, erwarte und bereite dich vor aufs feiern.
Hat der Wind aus Westen zu befehlen, unruhig sind dann die wandernden Seelen.
Neun Hölzer sind für den Kessel gut, brenn sie schnell mit sanfter Glut.
Der Baum der Göttin ist weise und alt, schade ihm, und ihr Fluch sei dein Gehalt.
Erreicht das Jahr Walburgisnacht, brenne ihr Feuer in voller Pracht.
Ist das Rad bei Jule arriviert, zünde die Fackeln, und Pan regiert.
Alle Pflanzen sollst du hegen, denn das bringt der Göttin Segen.
Die murmelnden Gewässer sind dein Gewissen, wirf einen Stein und du wirst es wissen.
In deiner Not wirst du dich bewehren und niemals den Besitz deiner Nächsten begehren.
Lass dich nicht mit den Toren ein, denn sie bringen dich in falschen Schein.
Empfangen und Abschied mit Wärme gemacht, dein Herz wird zum glücklichen Glühen gebracht.
Das Dreifachgesetz sei dein leitender Faden, dreimal bringt's Glück und dreimal den Schaden.
Wenn Mißgeschick regiert dunkle Tage, auf deiner Stirn einen Stern dann trage.
Die, die dich lieben, wirst du niemals betrügen, sonst werden sie auch dich belügen.
Zum Schluss noch acht Worte, und da gilts:
Und schadet es niemand, tu' was du willst! 



Das Hexeneinmaleins

Du musst verstehen!
Aus Eins mach Zehn,
und Zwei lass gehen,
und Drei mach gleich,
so bist du reich.
Verlier die Vier!
Aus Fünf und Sechs -
So sagt die Hex -
Mach Sieben und Acht,
so ist’s vollbracht:
Und Neun ist Eins,
und Zehn ist keins.
Das ist das Hexeneinmaleins!


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