Vorbereitung eines Rituals

Vorbereitung eines Rituals

  1. Grundsätzlich gilt vor einem Ritual, geerdet zu haben und gereinigt zu sein.
  2. Ein Ritual muss man völlig konzentriert und ungestört abhalten können.
  3. Vor dem Beginn sollte man sich ein wenig Zeit nehmen um die Sprüche und den rituellen Ablauf zu verinnerlichen und sich meditativ zu zentrieren.
  4. Der Schutzkreis wird mit Kerzen markiert und der Altar wird aufgebaut, magische Hilfsmittel werden verteilt und mit kreisenden Bewegungen einer Räucherglocke geweiht, wobei man leise einen Weihungsspruch spricht. Man kann auch ein Räucherstäbchen zum weihen verwenden, dabei zieht man ein Pentagramm über den Gegenständen und spricht ebenfalls einen Spruch.
  5. Der Schutzkreis wird im Uhrzeigersinn, entweder sinnbildlich mit einer Atame oder mit Holzkohle, Kreide oder Salz gezogen, wobei man ihn dann mit einen Spruch schließt.
    Es werden auch Kerzen und andere Hilfsmittel mit schützender Wirkung dem Kreis ausgelegt, um negative Energien abzuwehren und um positive Energien zu verstärken oder anzuziehen. Es ist wichtig, das sich alle innerhalb des Kreises befinden, wenn er geschlossen wird und ihn erst dann verlassen, wenn er wieder geöffnet wurde.
  6. Bitte eine höhere Macht um Unterstützung und Schutz.
  7. Um die Magie besser auf sich zu übertragen, kann man seinen Schmuck, wie z.B. eine Halskette oder einen anderen persönlichen Gegenstand auf dem Altar ablegen.
  8. Nach jedem Zauber sollte ein Bindungszauber ausgesprochen werden, damit der Zauber sein Ziel findet und gebunden wird.
  9. Wenn höhere Mächte herbeigerufen wurden, sollte man sich auch anschließend für den Schutz und die Unterstützung bei ihnen bedanken und sie wieder entlassen.
  10. Um den Schutzkreis wieder zu öffnen, ohne ihn komplett aufzulösen, geht man ihn entgegen den Uhrzeigersinn mit der Atame oder dem Zauberstab ab und spricht einen Spruch. Um ihn aufzulösen, werden erst alle Materialien weggeräumt und dann werden die Kerzen, entgegen dem Uhrzeigersinn, ausgepustet.

Diese Grundregeln gelten für jedes Ritual, auch wenn sie nicht immer erwähnt werden.


Weihungsspruch:
„Seid geweiht, seid gebunden, bis der Zauber hat sein Ziel gefunden.“


Spruch für den Schutzkreis:
Zum Schließen: „ Hiermit schließe ich den Kreis, auf das wir geschützt sind!“
Zum Öffnen: „ Der Kreis ist nun offen, doch niemals gebrochen! So sei es!“


Danksagungsspruch:
„Ich bedanke mich, dass ihr erhört habt meine Bitte, ich entlasse euch nun aus meiner Mitte“



Magische Reinigung und Aufladung


Selbstreinigung

Es gibt einige Varianten der rituellen Reinigung und man sollte für sich selbst entdecken,
welche man als geeignet findet. Eine Variante wäre, ein Bad mit besonderen ätherischen Ölen, wenn man möchte auch mit Zugabe von Edelsteinwasser, zu nehmen. Man kann seinen Körper oder die Haare auch mit dem Edelsteinwasser ab- oder nachspülen. Anschließend zieht man sich gemütlich an, meditiert bei entspannender Musik und nimmt einen besonderen Edelstein zur Hand und visualisiert, wie heilende und reinigende Energie den ganzen Körper durchfließt,
ihn reinigt, einhüllt und beschützt.


magische Reinigung von Räumen

Besonders der Raum, indem die magischen Handlungen abgehalten werden, sollte immer gründlich gereinigt sein und vor jedem Ritual ausgeräuchert werden. Zur Reinigung bereitet man am besten einen Kräutersud zu, der dem normalem Putzwasser hinzu gegeben wird.
Nun werden Fenster, Türen, Boden und der gesamte Raum gründlich gereinigt. Anschließend wird eine Duftlampe mit ätherischem Öl in den Raum gestellt. Der Raum sollte regelmäßig ausgeräuchert werden, dabei geht man mit der Räucherung im Uhrzeigersinn im Raum umher und fächert, wenn man möchte, den Rauch durch die Luft. Man kann zusätzlich mit Kreide ein Pentagramm auf die Türschwelle malen, mit der Spitze nach außen, so wird der Raum durch positive Energien geschützt.


magische Reinigung von Ritualgegenständen

Alle Ritualgegenstände sollten regelmäßig, vor allem vor der ersten Nutzung, gereinigt werden. Dazu legt man diese für sieben Tage und Nächte in einen Behälter gefüllt mit Salz und stellt sie an einen dunklen und trockenen Ort. Nach dem siebten Tag werden alle Gegenstände mit einer Kräutermischung abgerieben und auf ein Seidentuch gelegt und eine Nacht im Vollmondlicht aufgeladen. Diese Prozedur wird immer dann wiederholt, wenn man glaubt, dass die Ritualgegenstände an magischer Kraft verloren haben. Man kann die Ritualgegenstände auch mit Salzwasser reinigen und über einer Räucherung aufladen.



Ritualkleidung


Nicht nur der Ort an dem Rituale zelebriert werden soll gestaltet werden, sondern auch man selbst sollte sich durch besondere Ritualkleidung vom Alltag abheben. Aber es ist durchaus kein muss, spezielle Ritualkleidung zu tragen. Gerne werden dabei altertümliche Kleidungsstücke getragen, sowie eine Robe oder ein Umhang. Man kann aber auch ein Alltagsoutfit tragen, in dem man sich wohl fühlt und es auch angemessen erscheint, zudem trägt man auch seinen Lieblingsschmuck.


Zaubersprüche

In der magischen Arbeit werden oft althergebrachte Zaubersprüche verwendet, aber man entwirft auch eigene Sprüche. Das ist manchmal sogar besser, da sie so auf das Anliegen besser abgestimmt werden können und man ihnen somit eine besondere Kraft verleiht. Man kann auch vorhandene Zaubersprüche für das eigene Anliegen umschreiben.

Es ist immer besser Zaubersprüche selbst zu schreiben, denn somit verleiht man ihnen etwas ganz persönliches und sie wirken auch besser.

Die folgende Auflistung zeigt, was man beim schreiben beachten sollte und gibt ein paar Tipps zum Schreiben von Zaubersprüchen. Beim Schreiben von Zaubersprüchen sind einige Regeln zu beachten:

  1. Je konkreter die Aussage des Zauberspruches ist, desto besser. Daher drücke dich mit klaren Worten aus. 
  2. Der Zauberspruch sollte so kurz wie möglich und so lang wie nötig sein. 
  3. Der Spruch sollte in Beachtung der Hexenregeln und Gesetze geschrieben werden. 
  4. Niemand sollte unter der Wirkung des Zauberspruches zu Schaden kommen, daher erkenne deine wahren Beweggründe. 
  5. Vermeide negative Formulierungen, nur positive Begriffe und Formulierungen sollten in dem Spruch verwendet werden.
  6. Schreibe den Zauberspruch mit ruhigem Gemüt und bei klarem Verstand. 
  7. Beschreibe zuerst, worum es geht und dann was du erreichen möchtest. 
  8. Der Zauberspruch sollte am besten in etwas altertümlichen Versen gedichtet werden, aber er muss sich nicht immer zwingend reimen. 
  9. Man kann eine Feststellung formulieren oder auch eine Forderung äußern. 
  10. In den Zauberspruch sollte am besten auch ein Bindungszauber eingearbeitet werden. 
  11. Und: Unterschätze nie die Kraft des Wortes. 


Bindungszaubersprüche:

„Der Zauber hat sein Ziel gefunden und ist somit gebunden“
„So will ich es, so soll es sein“
„So soll es sein“
„Dies ist mein Wille, also geschehe es“
„So soll es auf Ewig sein“
„So sei es“